Brunnen und Wasserspiele in Brandenburg an der Havel

Ein Leben ohne Möpse ist möglich aber sinnlos...
Loriot
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Brandenburg (Havel), Alt-
städter Markt mit Rathaus
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Brandenburg, Brunnen mit Waldmops
Wasser gibt es genug - zwischen Beetzsee und Plauer See, von mehreren Havelarmen um- und durchflossen, liegt die Stadt Brandenburg. Ihr Name geht zurück auf die alte von Heinrich I. eroberte slawische Ringwallburg, an deren Stelle sich jetzt der Dom erhebt. Neben dem geistlichen Zentrum auf der Dominsel entwickelten sich im Mittelalter die (erst 1715 vereinten) selbständigen Siedlungen Altstadt und Neustadt Brandenburg. Seitdem hat sich in dem späteren Industriestandort Brandenburg (Stahl- und Walzwerk)  viel verändert, manches ist verschwunden, anderes hinzugekommen. Brandenburg lädt heute zu vielfältigen Entdeckungen ein - hier kann man Höhepunkte der Backsteingotik ebenso finden wie seltsame Waldmöpse!

Brunnen und Waldmops auf dem Altstädter Markt in Brandenburg
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Bedeutende Persönlichkeiten wurden in Brandenburg geboren oder haben hier gelebt. Über die Region hinaus bekannt ist Fritze Bollman, aus der Altstadt der Barbier. An ihn erinnert ein Brunnen in der Neustadt . (Zum Ausgleich steht der Neustädter Roland in der Altstadt ;-))

Fritze-Bollmann-Brunnen


Fritze Bollman (eigentlich Johann Friedrich Andreas Bollmann) ist vor allem durch das Spottlied bekannt, das auf ihn gedichtet wurde:

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In Brandenburg uff'n Beetzsee, da steht een Fischerkahn,
und darin sitzt Fritze Bollman mit seinen Angelkram.

Fritze Bollmann wollte angeln, da fiel die Angel rin.
Fritze Bollman wollt se langen, da fiel er hinterdrin.

Fritze Bollmann schrie um Hilfe, liebe Leute rettet mir,
denn ich bin ja Fritze Bollman, aus der Altstadt der Barbier.

Nur die Angel ward gerettet, Fritze Bollmann, der versuff,
und seitdem jeht Fritze Bollmann uff'n Beetzsee nicht mehr ruff.

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Fritze Bollmann kam in'n Himmel, "Lieber Petrus lass mir durch,
denn ick bin ja Fritze Bollmann, der Barbier aus Brandenburg".

Und der Petrus ließ sich rühren. Und sprach: "Bollmann, komm man rin.
Hier jibts och wat zu balbieren, komm man her und seef mir in".

Fritze Bollmann, der balbierte, Petrus schrie: "Oh Schreck und Graus,
tust mir schändlich massakrieren, det hält ja keen Deibel aus.

Uff de jroße Himmelsleiter kannste widder runter jehn,
kratz man unten feste weiter, ick lass mir'n Vollbart stehn."

Fritze Bollmann
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Eine Tafel an der Brunnensäule klärt darüber auf, dass der Brunnen 1924 nach Entwürfen des Brandenburger Bildhauers Carl Lühnsdorf (1879-1955) gestaltet wurde. 1980 wurde der Brunnen (als Kopie) an die jetzige Stelle ins Stadtzentrum (Hauptstraße) umgesetzt.

Am Fuße des Marienberges

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2015 war Brandenburg an der Havel einer von fünf Austragungsorten der Bundesgartenschau (BUGA). Von diesem Ereignis mit den u.a. neu angelegten Havelpromenaden hat die Stadtqualität sehr profitiert. Auch der Weinberg und die gärtnerischen Anlagen auf dem Marienberg wurden neugestaltet und sind sehenswert. Beim (Süd-) Aufstieg zum Aussichtsturm Friedenswarte kommt man an zwei Wasserspielen vorbei.

Der Rosen- oder Blumenbrunnen


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Der Rosenbrunnen stammt bereits aus dem Jahr 1974, er wurde zur gleichen Zeit aufgestellt als auch die Friedenswarte eingeweiht wurde. Der Brandenburger Künstler Manfred Schindler (1935-2016) hatte den Brunnen damals entworfen. Die Brunnenskulptur besteht aus Edelstahl.
Aufgrund seines schlechten Zustandes wurde der Brunnen 1990 beseitigt und durch Findlinge ersetzt. 2015 konnte in Vorbereitung der BUGA der ursprüngliche Zustand aber wiederhergestellt werden, wobei Wolfgang Schindler diese Phase noch miterlebt hat.


"Rosen"-Brunnen in Brandenburg
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Der Marienberg ist geschichtsträchtiger Boden: Hier soll sich einst die Kultstätte des slawischen Gottes Triglav befunden haben. Im 13. Jh. wurde an der Stelle die Marienkirche, eine weithin bekannte Wallfahrtskirche, errichtet. Nach deren Abbruch im 18. Jh. entstanden ein Kriegerdenkmal und ein Bismarckturm. Jetzt befinden sich hier der Aussichtsturm Friedenswarte und ein Erholungszentrum.

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Froschbrunnen im Humboldthain


Erholen kann man sich in Brandenburg an vielen Stellen: Zum Beispiel auf den Promenaden entlang der Havel. Oder beim Spaziergang in den ehemaligen Wallanlagen, wo man dem Waldmops begegnen kann. Manchmal tarnt der sich aber als Frosch...

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Noch mehr Wasserspiele?

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In Brandenburg gibt es durch die Havel und die Seen genug Wasser - wohl fast jeder hat hier ein Boot. Wozu also Wasserspiele? Vielleicht entdecken Sie ja selbst bei einem Aufenthalt in der Stadt noch mehr - auf Waldmöpse stoßen Sie dabei garantiert...

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Fahren Sie doch einfach mal hin...
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nach Büdingen, u. a. zum Froschbrunnen