Figuren und Reliefs in aller Welt:

Plastiken und Skulpturen in Bergen (Norwegen)


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König Olav Kyrre auf dem Pferd
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Von oben: Bergen im Advent
Bergen ist mit seinen etwa 270000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Norwegens. Um 1070 von König Olav Kyrre gegründet, war der Ort im 13. Jahrhundert Norwegens erste Hauptstadt. Bergen gehörte auch zu den wichtigsten Stationen der Hanse (Bergenfahrer). Die "Bryggen" zählen heute zum Weltkulturerbe. 2000 wurde Bergen zur Europäischen Kulturstadt gewählt, kein Wunder bei der großen kulturellen Tradition und Gegenwart. Im schön gestalteten Stadtzentrum kann man sich davon leicht ein Bild machen. Allerdings empfiehlt sich für den Bummel durch die Stadt mehr der sommerliche Sonnenschein, im Winter (schnee-)regnet es oft... Die Skulptur des Olav III Haraldson Kyrre aus dem Jahr 1999 im Stadtzentrum schuf der Bildhauer Knut Steen (1924-2011).

Bild "Bergen_Figur4_02.jpg"Von Knut Steen stammt auch das Denkmal für "Shetland-Larsen", Bild "Bergen_Figur4_01.jpg"
"Shetland-Larsen"
das 1995 aufgestellt wurde. Der Marineoffizier Leif Larsen (1906-1990) ist für seinen Einsatz im Zweiten Weltkrieg mit hohen Auszeichnungen geehrt worden. Er gehörte den "Shetlandsgjengen" an, eine norwegische Marineabteilung unter britischem Kommando, die auch während der deutschen Besatzung die Verbindung zwischen Norwegen und den Shetlandinseln aufrechterhielt.

Edvard Grieg und Ole Bull

Der berühmte Komponist Edvard Grieg (1843-1907) wurde in Bergen geboren. (Er starb auch hier.) An den großen Sohn der Stadt wird mehrfach erinnert. Sein Wohnhaus in Troldhaugen südlich von Bergen bewahrt als Edvard-Grieg-Museum die authentische Atmosphäre seiner Zeit und kann besichtigt werden. In Bergen ist natürlich die Konzerthalle ("Grieghallen") nach ihm benannt.

Edvard Grieg
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Das Denkmal für Edvard Grieg vor dem Telegraphenamt wurde 1917 aufgestellt. Geschaffen wurde es von Ingebrigt Vik (1867-1927), einem der bedeutendsten norwegischen Bildhauer.
Unmittelbarer (sozusagen auf "Augenhöhe") kann man dem großen Komponisten jedoch auf dem Platz vor der Konzerthalle begegnen:

Edvard Grieg
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Ole Bull:
Auch der Violinist und Komponist Ole Bornemann Bull (1810-1880) wurde in Bergen geboren. Sein Denkmal in Form eines Brunnes befindet sich auf dem Ole Bulls Plans unweit des Theaters.

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Liegender Poet, Junger Mann, Mutter und Kind

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Wenige Schritte weiter in Richtung Theater findet man die Plastik eines Dichters auf einem Stein liegend... Die Bronzefigur "Liggende Poet" aus dem Jahr 1958 schuf Hans Jacob Meyer.

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In der kleinen Parkanlage vor dem Theater entdeckt man den "Ynglingen" von Ingebrigt Vik. Die Figur des Jungen Mannes wurde 1916 aufgestellt.

"Ynglingen"
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Gleich daneben befindet sich die Gruppe "Mog og barn" (Mutter und Kind)  von Gustav Vigeland (1869-1943). Die Figurengruppe "Mutter und Kind" wurde 1918 hier aufgestellt.

"Mog og barn"
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Danske pige - das Dänische Mädchen


  
Die kraftvolle Frauengestalt in den Park-
anlagen vor dem Kunstmuseum KODE (die
"Kunstmeile") wurde von dem Bildhauer
Gerhard Henning gestaltet. Der Besuch
des Art Museums (mehrere Gebäude!)
ist unbedingt zu empfehlen (nicht nur bei
Schneeregen), hier trifft man Werke von
so bekannten Künstlern wie Edvard Munch,
Nikolai Astrup, Pablo Picasso und Johann
Christian Dahl. Ebenso sehenswert sind
die wechselnden Austellungen von Arbeiten
moderner Künstler.

Für die Darstellung wird das Javascript
"Slideshow" von Andreas Berger
(www.bretteleben.de) verwendet.


"Danske pige"
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Das Seemannsdenkmal in Bergen (Sjomannsmonumentet)


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Das Seemannsdenkmal in Bergen würdigt die Leistungen der norwegischen Seefahrt und ehrt die norwegischen Seeleute. Es befindet sich im Zentrum der Stadt, im Fußgängerbereich Torgallmenningen. In einem großen rechteckigen Brunnenbecken erhebt sich ein kubusförmiger Aufbau, dessen vier Seiten oben mit zweigeteilten Bronzereliefs geschmückt sind. Darunter stehen auf jeder Seite drei Bronzefiguren von Seeleuten, die charakteristisch für die in den Reliefs dargestellten Episoden bzw. Zeiten sind.

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Die erste Darstellung zeigt uns oben ein vollbemanntes Wikingerschiff - das Segel gebläht, die runden Schilde der Krieger sind an der Bordwand befestigt. Tiende Arhundre (zehntes Jahrhundert) - so klärt uns die Schrift auf. Das untere Relief wird beherrscht von einem riesigen Totempfahl - die Wikinger sind in Amerika bei den Indianern gelandet. Passend dazu die drei wilden Gestalten darunter: Ein Wikinger mit Schwert und Speer, ein Skalde (ein Sänger) und ein wilder Krieger, offenbar ein Berserker*).
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*) Die Berserker werden in den nordischen Heldengedichten oft erwähnt, sie kämpften in der ersten Reihe, kannten keinen Schmerz und waren wahrscheinlich voll im Rausch.

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Das zweite Relief (Attende Arhundre - achtzehntes Jahrhundert) zeigt in der oberen Hälfte die Norweger in Grönland. Man erkennt Eskimos, einen Eisbären und eine Szene der Christianisierung(?). Im unteren Teil werden wir, zusammen mit zeitgenössischem Publikum, Zeuge eines Stapellaufes. Das neue Schiff scheint ja den Meeresdrachen ganz schön aufzuschrecken...
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Passend dazu die Seeleute dieser Zeit, es sind rauhe Gesellen in typischer Kleidung, der Kapitän (oder Offizier?) als zentrale Figur hält das Sprachrohr in der Hand, um seine Kommandos zu erteilen.

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Rauh geht es auch auf der dritten Seite (Nittende Arhundre - neunzehntes Jahrhundert) zu: In der dramatischen oberen Hälfte kämpfen die Männer eines Walfängers mit dem Wal. Der untere Reliefteil zeigt eine friedliche Szene mit Schiffbau auf der Werft, die reichgeschmückte Frau (eine Fortuna?) im Zentrum hält ein Spruchband in den Händen: Lykkens prove - frei übersetzt: Wer wagt gewinnt.
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Die drei Männer darunter verkörpern einen Reeder (mit Zylinder), einen jungen Seemann und einen Lotsen.

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Das Relief der vierten Seite (Tjuende Arhundre - zwanzigstes Jahrhundert) ist dem Andenken derer, die auf See geblieben sind, gewidmet. Wir sehen im unteren Teil einen Engel die Schar ertrunkener Seeleute in Empfang nehmen. Im oberen Teil geht über dem modernen Schiff die Sonne auf.
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Darunter sind aus den rauhen Kriegern der Wikingerzeit moderne Menschen geworden: Wir sehen einen heutigen Seemann (?), einen Steuermann mit Fernglas um den Hals und einen Ingenieur (?) mit Rohrzange in der Hand, Taschenuhr in der Weste (und Smartphone in der Hosentasche - nicht sichtbar ;-).
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Das von Dyre Vaa (1903-1980) gestaltete Denkmal wurde 1950 eingeweiht.



wird fortgesetzt...


oder

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nach Paris, Jardin des Tuileries