Am Elbufer in Magdeburg - Teil 3


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An der Elbuferpromenade
Mit der Elbuferpromenade verfügt Magdeburg über eine einzigartige Gelegenheit natürliche und urbane Landschaft zu vereinen. Die Stadt hat sich zum Fluss geöffnet. Die Begegnung mit moderner Kunst erhöht die Attraktivität zusätzlich. Kommen Sie doch auch im neuen Südabschnitt (südlich der Strombrücke) mit auf Entdeckungsreise!


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von Magdeburg
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  Mechthild
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     Dreimal
Hoch oben vom Fürstenwall grüßt Mechthild von Magdeburg von ihrer Eisensäule herunter.
Mechthild lebte im 13. Jahrhundert, zunächst als Begine in Magdeburg, später im Kloster Helfta. Sie beschrieb für damalige Zeiten vollkommen unüblich ihre Visionen in dem Buch "Das fließende Licht der Gottheit". Seit April 2010 wird an dieser Stelle die von Susan Turcot gestaltete Figur tatsächlich nun von Licht durchflossen.
  

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Europas Stier
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Am Treppenaufgang zum Fürstenwall begegnet uns Europa: Lutz Holland schuf die kleine Plastik im Jahr 1982 zu einer Zeit, wo sich Europäer durchaus nicht frei in Europa bewegen konnten. Mit ihrem kleinen Reisemäntelchen kann uns die Figur vielleicht daran erinnern, dass auch (fast) 40 Jahre später Freiheit keine Selbstverständlichkeit und Europa so unendlich viel mehr als nur eine wirtschaftliche Zweckgemeinschaft bedeutet.

"Europa" am Elbufer
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Ein paar Schritte weiter finden wir drei Bronzeplastiken der 1970/80er-Jahre: Die "große Sitzende" von Margret Midell (1971), die "Liegende III" von Sonja Eschfeld (1987) und den "Stehenden" von Wilfried Schröder (1982/86)
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Noch ein paar Schritte weiter in Richtung Süden treffen wir auf eine Edelstahl-Sonnenuhr. Diese hier aus dem Jahr 1979 stammt von Wilfried Heider. Ein Metallblatt mit kleiner eingelassener Sonne bildet den Polstab. Schauen wir mal, wie spät es ist... Doch Achtung, ggf. ist die Sommerzeit zu beachten! Und wenn Sie alles zu Sonnenuhren ganz genau wissen wollen, dann hilft wie immer -->wikipedia mit einem ausführlichen Artikel.

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Wie spät ist es denn
nun wirklich?
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Die Hubbrücke in Magdeburg


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Panorama mit Dom und Hubbrücke
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Elbe mit Hubbrücke bei Niedrigwasser
Etwas Besonderes in Magdeburg ist die sogenannte Hubbrücke, eine Eisenbahnbrücke, die seit 1848 die Elbe überspannt. Die Brücke wurde mehrfach umgebaut, um für die Schiffe die notwendige Durchfahrtshöhe zu gewährleisten. Der letzte Umbau zur jetzigen Form erfolgte 1933/34, das etwa 90 Meter Breite überspannende Mittelteil (Masse ca. 400 t) konnte danach in wenigen Minuten um 2,87 Meter auf gut 5 Meter Durchfahrtshöhe angehoben werden.

Hubbrücke in Magdeburg
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Von soweit her...
Heute ist die Hubbrücke als technisches Denkmal außer Betrieb und nur noch für Fußgänger begehbar. 2008 installierte Maurizio Nannucci an den Seiten Leuchtschriften ("Von soweit her bis hierhin" und "Von hier aus noch viel weiter") und verband so im Rahmen des Projektes Elbe [in] between technisches Denkmal und Kunstobjekt miteinander. Dem Engagement Magdeburger Bürger ist die Erhaltung und weitere Nutzung der Brücke zu verdanken. Davon künden vor allem die vielen individuellen Inschriften auf den hölzernen Brückenbohlen. Es macht Spaß, die Sprüche zu lesen: ernst, banal, witzig, sogar eine angeknackste Liebe - alles ist vertreten. Und ab und an gibt es ein Brückenfest.

Bohlen und Sprüche
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Lebenszeit


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Zeitzähler
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Lebenszeit
In Magdeburg und hier in dem neu entstandenen Wohngebiet auf dem Gelände des ehemaligen Elbe-Bahnhofes (Bahnhof Unterwelt) geht man mit der Zeit: Denn seit 2008 sitzt auf dem Stadtplatz beim Elbebalkon ein Mann auf der Weltkugel und passt genau auf, wie spät es (hier an der Elbe) ist. Eigentlich heißt das Kunstwerk von Gloria Friedmann ja "Lebenszeit", doch irgendwie hat sich der Name "Zeitzähler" eingebürgert. Der passt auch, so intensiv wie unser Mann die Zeit beobachtet. In der ca. drei Meter großen Kugel sind 18 weitere Uhren eingelassen, die Auskunft geben, welche Stunde es zum Beispiel am Amazonas, an der Donau, am Ganges oder am Mekong geschlagen hat. So wie die Wasser der Elbe fließen und mit allen Wassern dieser Welt verbunden sind, so fließt eben auch die Zeit und verbindet alles... Und was gibt es Schöneres, als an einem warmen Sommertag mit einem geliebten Menschen auf dem Elbebalkon zu stehen, ein Eis in der Hand, und philosophierend mit den Augen dem fließenden Wasser in die Ferne zu folgen? Das ist Lebenszeit! ;-)

Zeitzähler - Lebenszeit
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Und so steht es auf der Tafel:
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"Gloria Friedmann, Zeitzähler, 2007/2008, Die Elbe [in] between 2007, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
Man sagt 'die Zeit ist im Fluss' und es heißt 'Flüsse verbinden'. Die Skulptur von Gloria Friedmann für die Elbe macht auf den Zusammenhang aufmerksam, der die Zeit für den Menschen, wie für den Fluss, mit allen Wassern überall auf der Welt verbindet, mit den Wassern aller Flüsse und Seen, aller Wolken und Ozeane. Hier am Strom der Elbe, wie überall auf der Welt, hat der moderne Mensch die Gegenwart und auch die Zukunft in seinen Händen."


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Am Elbufer Magdeburg
Auch in der Richtung stromaufwärts bleibt es weiter interessant: Vorbei am romantischen Kloster-Berge-Garten und am Biergarten des Mückenwirts (dessen Magdeburger Jungfrau die Gäste hölzern grüßt), trifft man schließlich auf

Die Männer von Aran

So lautet eigentlich der Titel eines Films aus dem Jahr 1934 über das rauhe Leben der Fischer auf den Aran Inseln vor der Westküste Irlands. Auf diesen Inseln zeugen ringförmige steinerne Wallanlagen (sogenannte Ringforts) aus der Bronze- und Eisenzeit von früher Besiedlung, von entbehrungsreichem Leben und hartem Kampf. Da liegt es auch am Elbufer nahe, harten Kortenstahl als Material für die Skulptur der Männer mit dem Boot zu verwenden und (nicht nur vorbeikommenden Kinderwagenmuttis) männliche Stärke kraftvoll zu demonstrieren ;-))

Männer von Aran
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Die Skulptur der Männer von Aran am Sülzehafen (Elbkilometer 324) stammt von Caius J. Spillner und wurde 1997 aufgestellt.
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zum Stadtpark Rotehorn