An der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern

Brunnen in Kühlungsborn

Die Sagen der Kühlung
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Das Ostseebad Kühlungsborn ist der größte Bade- und Erholungsort in Mecklenburg-Vorpommern. Besonders beliebt ist bei den Urlaubern die lange Strandpromenade, die Kühlungsborn-Ost und -West miteinander verbindet. Etwas weiter südlich liegt die sogenannte Kühlung, ein kleiner bewaldeter und sagenumwobener Höhenzug.

Die Sagen der Kühlung sind Thema des gleichnamigen von Wolfgang Friedrich geschaffenen Brunnens, der 2016 im Lindenpark (Kühlungsborn Ost) eingeweiht wurde.

Am Brunnen erfahren wir etwas über die Intention des Bildhauers, von dem auch der "Warnminner Ümgang" in Warnemünde stammt.

"Die Sagen der Kühlung"
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Die Sagen der Kühlung
Mit ihre Bergen, Schluchten und Seen war die Kühlung das Werk der Riesen, die sogar die Ostsee zuschütten wollten. Das verwunschene Schloss Gammelin und die Jungfrau Sarah, die noch heute auf ihren Erlöser wartet. Vom Klöthstein, der den Zugang zur goldenen Wiege versperrt. Die Speisekammer bei Brunshaupten in der die kleinen Unterirdischen die Leute heimlich bewirteten und allerlei Schabernack trieben. Der versunkene Hof und die vergessenen Handschuhe. Karfreitag und der spukende Fischer.
(Inschriften am Brunnen)

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Und wenn Sie Genaueres wissen wollen - bei zeno.org werden Sie fündig:
Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, zum Beispiel Nr. 76: Die Speisekammer bei Brunshaupten.

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Die Speisekammer bei Brunshaupten.
Zwei Leute aus Unterhagen zogen eines Tages ihre langen Furchen mit den Haken um einen auf der Feldmark von Brunshaupten liegenden Hügel, dessen eine steile Seite gewöhnlich ›die Speisekammer‹ genannt wird. Daß es an diesem Orte allemal nicht recht geheuer sein soll, ist Allen wohl bekannt, die dort zu schaffen haben, und hält sich besonders zur Mittagszeit zwischen 12 und 1 Uhr nicht gern Jemand in der Nähe auf. Auch unsere Hœker wissen das und horchen emsig, damit der Ton der Betglocke ihren Ohren nicht entwische. Trotzdem haben sie die Glocke diesmal doch nicht gehört. Eben kommt der Eine nach der Speisekammer, da verbreitet sich dort ein gar lieblicher Geruch, wie von guten Speisen herkommend. ›Ach,‹ ruft er dem Anderen zu, ›hier riecht's nach prächtigem Essen, davon möchte ich wohl Etwas haben‹. Er blickte dabei nach dem Ort, woher der Geruch kam, und siehe, da steht eine Schüssel mit appetitlicher Speise und zwei Löffel darinnen. Der andere Hœker kommt auf den Ruf des ersten herbei. Beide stehen voll Staunen und betrachten das dampfende Essen, bis sie sich endlich durch den lieblichen Geruch desselben einladen lassen, die Schüssel bis auf den Grund zu leeren. Nach gehaltener Mahlzeit sprach der Eine sein ›Danke!‹ und legte einen Schilling in die Schüssel; der Andere aber, ein roher Mensch, nahm den Schilling heimlich wieder heraus und verunreinigte dieselbe noch obendrein. Der Undankbare aber entging seiner Strafe nicht. Von Tag zu Tag wurde er kränker und elender, und wie die Tage vergingen, so schwand auch seine Lebenskraft. Der Dankbare dagegen genoß nicht allein Gesundheit und Frohsinn, sondern wurde mehr und mehr reich an irdischen Gütern.
Quelle (Permalink): http://www.zeno.org/nid/20004494369, Text gemeinfrei


Bad Doberan

Kleines Wasserbecken auf dem Alexandrinenplatz

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Bad Doberan ist vor allem bekannt durch das Doberaner Münster (eine Perle der Backsteingotik!) und durch die dampfbetriebene Kleinbahn "Molli". Bei einem historischen Stadtrundgang sieht und erfährt man darüber hinaus noch anderes, zum Beispiel Interessantes zum "Alexandrinenplatz", wo man in den "Molli" (Station Stadtmitte) einsteigen kann.
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Auf der Informationstafel lesen wir, dass der nach 1823 angelegte Platz damals Fontänenplatz hieß aufgrund des "Brunnens mit einem eisernen weißen Schwan in der Mitte, aus dem eine Wasserfontäne emporstieg. (...) Im Jahre 1886 erfolgte die Verlegung der Eisenbahnschienen für den Verkehr der Kleinbahn 'Molli' über den Platz."
Heute ziert den Platz ein (sehr) kleiner Brunnen unter Bäumen, der "Doberaner Schwan taucht als Motiv im Zaun" auf. "Auf der Südseite des Platzes wurde 2002 eine Bronzebüste des Komponisten und Musikers Frank Zappa eingeweiht. Seit 1990 findet in Bad Doberan jährlich die 'Zappanale', ein internationales Frank-Zappa-Festival, statt." (kursiver Text: Infotafel)

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Wir machen jetzt einen großen Sprung nach Süden:

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nach Markdorf