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Brunnen und Wasserspiele in Lissabon, Teil 1
Eindrucksvoll präsentiert sich die Hauptstadt Portugals, wenn man sich ihr vom Wasser nähert. Der prachtvolle Praca do Commercio liegt direkt am Tejo. Hier landen wir an, denn von hier aus lässt sich das historische Zentrum gut zu Fuß erkunden. Wir laufen durch das Stadtviertel Baixa und gelangen zum Praca Dom Pedro IV, das ist der Platz, der von allen nur Rossio genannt wird.
Zwei Brunnen auf dem Rossio-Platz in Lissabon

Der Rossio ist einer der schönsten Plätze in Lissabon. Bei dem großen Erdbeben im Jahr 1755 wurde er wie der Rest der Stadt zerstört, doch danach großzügig wieder aufgebaut. In der Mitte des Platzes ist die Statue von König Pedro IV. aus dem Jahr 1874 auf hoher Säule (23 Meter) nicht zu übersehen. Etwas später, 1889, wurden zwei aufwändige Brunnen hinzugefügt. Sie sind abends ein beliebter Treffpunkt auf dem Platz.
Die Bronzeteile der Brunnen wurden in Val d'Or in Frankreich gegossen. Die Figuren gestalteten die beiden französische Bildhauer Mathurin Moreau (1822-1912) und Michel Joseph Napoléon Liénard (1810–1870). Schauen wir uns die Brunnen etwas näher an:
Wallace-Brunnen



Manchmal werden die beiden großen Brunnen auf dem Rossio-Platz auch als "Französische Brunnen" bezeichnet, denn ihre Ähnlichkeit zu den Brunnen auf der Place de la Concorde in Paris ist nicht zu übersehen. Leicht übersehen werden könnte aber der Wallace-Brunnen auf dem Rossio-Platz - doch ist dieser Trinkwasserspender ebenfalls eine Reminiszenz an Paris. Diese öffentlichen gusseisernen Brunnen sind nach Sir Richard Wallace (1818-1890) benannt, der diese Art Brunnen im 19. Jahrhundert entwarf und finanzierte. Wallace verband mit ihnen die Vorstellung, dass sauberes Trinkwasser ausnahmslos JEDEM zur Verfügung stehen soll. Seine Idee ist seitdem auch außerhalb von Paris an vielen anderen Orten aufgegriffen worden.
Im Miradouro Sao Pedro de Alcantara


Es sind vom Rossio nur wenige Meter weiter - allerdings in die Höhe - und man genießt (bei schönem Wetter) von der kleinen Plattform der Anlage eine herrliche Aussicht über die Stadt. Die Höhenlage der einzelnen Stadtteile ist etwas Besonderes. Da macht es selbst bei Regen oder trübem Wetter Vergnügen, durch Lissabon zu schlendern...
Auf dem Largo do Carmo

Portal der Igreja do Carmo
Wir bleiben noch ein wenig oben... Auf dem Carmoplatz erinnert die Ruine der Igreja do Carmo an das verheerende Erdbeben des Jahres 1755. In der stehengelassenen Ruine befindet sich ein kleines archäologisches Museum. Auf dem Platz davor kann man sich im Café ausruhen und entspannt den barocken Brunnen von 1796 betrachten, der früher der Wasserversorgung diente. Ein ausgeklügeltes Netz unterirdischer Wasserläufe speiste die verschiedenen Brunnenanlagen der Stadt. Das Wasser wurde über den 1748 errichteten und weithin berühmten Aquädukt, der das Alcantara-Tal überbrückt, in die Stadt geleitet.

zu Lissabon - Teil 2






















